Legende zu den Farbschlägen

1,0 Hahn I. d. R. dunkelblaue Nasenhaut.
(Ausnahmen bei best. Farbschlägen: violett, z. B. RS, LW)
0,1 Henne Geschlechtsreif i. d. R. dunkelbraune Nasenhaut, bisweilen auch weißlich-hellblau bis weißlich-beige
Op Opalin vererbt geschlechtsgebunden
Hf Hellflügel vererbt rezessiv
Z Zimt vererbt geschlechtsgebunden
SP Spangle vererbt dominant, df Sp sind rein weiß oder gelb
Df bzw. 2f doppelfaktorig bzw. 2-faktorig Der Faktor liegt doppelt vor.
Dies kann sich unterschiedlich auswirken.
Rezessive Merkmale sind nur bei Doppelfaktorigkeit sichtbar
AS Australischer Schecke vererbt dominant; df AS haben nur noch wenig Scheckenzeichnung
RS Rezessiver Schecke vererbt rezessiv
KS Kontinentaler Schecke vererbt dominant
Schwarzauge Schwarzauge genetisch = 2f RS + 1f KS. Bekommt keinen Irisring: "Knopfaugen"
TCB bzw. GCB Texas Clearbody bzw. Geschlechtsgebundener Clearbody vererbt geschlechtsgebunden
ECB Easley Clearbody Vererbt dominant
LW Lacewing vererbt geschlechtsgebunden
An bzw. Anthra Anthrazit vererbt rezessiv
EGG I Europäisches Gelbgesicht Mutation I Vererbt dominant. 2f EGG I sind optische Weißgesichter! Gelber Kopf ist von Körperfarbe getrennt.
EGG II Europäisches Gelbgesicht Mutation II Vererbt dominant. Kopf ist hell zitronengelb, Überhauch sorgt für hell oder dunkel türkise Körperfarbe.
AGG Australisches Gelbgesicht Vererbt dominant. AGG 1f überhaucht Körperfarbe stark. AGG 2f sorgt für Verlauf wie ein Regenbogen.
AGG-EGG Mischform von AGG und EGG Meist kein nennenswertes Auslaufen des GG.
Es gibt viele Mischformen der GGs. Sie sind oft nicht eindeutig bestimmbar.
/ ... Spaltet in ... Wird verwendet, wenn rezessive oder geschlechtsgebundene Merkmale nicht sichtbar, jedoch bekannt sind.


Erklärung von Farbschlag-Merkmalen


Es gibt sehr viele verschiedene Farbschlagsmerkmale und Kombinationen.
Wir beschreiben hier diejenigen, welche wir in unserem Bestand haben, mit eigenen Fotos zur Veranschaulichung (nicht vollständig, weitere werden folgen).


Die Zeichnung NORMAL:

Die Wellenzeichnung ist an Kopf, Wangen, Hals und Rücken schwarz.
Der Saum der Federn ist hell (bei Weißgesichtern weiß, bei Gelbgesichtern gelb).

"NORMAL" ist die natürliche Grundzeichnung des wilden Wellensittichs. Daher ist ein Wellensittich immer "normal", wenn bei der Farbschlagbezeichnung nichts anderes steht (wie z. B. die Mutation "Spangle")


Hier zu sehen:
Cäsar
Violett GG


Die Zeichnung OPALIN:

Das Hinterhaupt, Nacken und Rücken sind möglichst zeichnungsfrei, das bedeutet: In einem Dreieck zwischen Schultern und den Flügeln fehlt die Wellenzeichnung.


Hier zu sehen:
Teddy
Opalin Violett


Die Zeichnung Hellflügel:

Wie der Name schon sagt, sind die Flügel stark aufgehellt.


Hier zu sehen:
Romeo
Op HF dunkelblau

Romeo fehlt übrigens nur noch das Gelbgesicht zu einem "Rainbow"


Die Zeichnung SPANGLE:

Die Wellenzeichnung an Kopf, Hals und den Flügeln ist in jeder Feder schwarz gebändert (bei den Zimtern zimt-farben) und zusätzlich außen gelb bzw. weiß umrandet.

Das heißt, die Federn sind gewissermaßen umgekehrt gezeichnet wie ""normal", die Feder ist weiß oder gelb und hat einen dunklen Saum, der nochmals hell abgeschlossen wird.


Hier zu sehen:
Luna
Spangle grau GG

(hier noch als Küken, daher fehlt der gelbe Überhauch des GG noch gänzlich)


Die Zeichnung Australischer Schecke:

Die Farbe von Brust, Bauch, Unterseite und Bürzel tritt in verschiedener Anordnung teils in der Körperfarbe und teils in weiß oder gelb gescheckt auf. Die Farben sind scharf voneinander abgegrenzt, verlaufen also nicht wie z. B. beim Rainbow.
Die beim Normalvogel vollständige Wellenzeichnung darf durch gelbe oder weiße Felder durchbrochen sein.
Die Schwung- und Schwanzfedern sind immer gelb (Grünreihe) oder weiß (Blaureihe). Es ist immer ein aufgehellter Nackenfleck vorhanden.


Hier zu sehen:
Pepper
AS Grau



Australischer Schecke UND Spangle:

Rechts im Bild Merlin: AS und Spangle
Jedoch kein Opalin: Die Zeichnung verläuft über den Nacken weiter zum Rücken.
Dafür zusätzlich "Europäisches Gelbgesicht" (EGG), welches für einen feinen hellgelben Überhauch über die weißen Federpartien sorgt.

Spangle UND Opalin:

Links im Bild Sky: Das Opalin hat beim Spangle Auswirkungen auf die Zeichnung der Federn: Die schwarze Bänderung beschränkt sich auf die Schwungfedern und ist von der Grundfarbe durchsetzt. Dadurch sind die Schwanzfedern weiß, die Schwungfedern sind nur schwach gezeichnet . Bei einem grünen Spangle wären sie entsprechend gelb.


Australischer Schecke UND Spangle UND Opalin UND GG:

Nur beim genauen Hinsehen erkennt man den hellen für AS typischen Nackenfleck am Hinterkopf, da er fast in das Opalin-Dreieck übergeht.
Das GG sorgt für einen feinen gelben Überhauch über das weiße Gefieder.
Die Spangle-Zeichnung beschränkt sich Schecken-bedingt auf den oberen Bereich der Flügel.

Hier zu sehen: Helmut (ein Küken von Miró und Sunny)
1,0 Op Sp Blau GG



Doppelfaktoriger Spangle mit und ohne EGG :

Wird von beiden Eltern der Spangle-Faktor weitergegeben, spricht man vom "doppelfaktorigen" Spangle, bei dem KEINE Zeichnung zu sehen ist.
Er ist rein weiß oder rein gelb und hat weiße Wangenflecken.

Links Lilli:
DF Spangle weiß.

Rechts Calimero:
DF Spangle weiß EGG:
Das EGG sorgt für einen wunderschönen hellgelben Überhauch über das weiße Gefieder.



Df Spangle UND AS UND EGG:

Jetzt wird es spannend: Lemon ist ein DF Spangle, denn er hat praktisch keine Zeichnung.
Dabei wurde jedoch das AS schwach weitergegeben, wie der Bürzel zeigt.
Zusätzlich ziert ihn ein EGG, welches für den zitronenfarbigen Überhauch über sein weißes Gefieder sorgt. Also:

Df Spangle (weiß) AS grau EGG

Filou auf den beiden Fotos unten zeigt eine bildschöne dezente Scheckung im Bauch und Rückenbereich. Wegen der fehlenden Zeichnung ist auch er ein Df Spangle - ohne GG. Also:

Df Spangle (weiß) AS grau

Die Bezeichnung "weiß" kann man hier auch weglassen, da "Grau" oder "Mauve" Farbtöne der Blaureihe sind und daher automatisch mit "Weiß" einhergehen.